StartDriver 2025: Eine echte Innovation und ein Schnäppchen

Driver 2025: Eine echte Innovation und ein Schnäppchen

Unter den Drivern der Saison 2025 stechen Cobra und Mizuno heraus. Fachhändler Jan Götze gibt einen Überblick über die aktuellen Driver-Modelle.

Neue Driver-Modelle für die Saison 2025
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Der Spielraum für Innovationen bei Drivern ist begrenzt. Laut Regelwerk darf das Volumen des Schlägerkopfs 460 Kubikzentimeter nicht überschreiten. Der Trampolineffekt der Schlagfläche (CT-Wert) ist von R&A und USGA auf 239 Mikrosekunden limitiert. Kreativität ist gefragt, um innerhalb der geltenden Bestimmungen Verbesserungspotenziale aufzuspüren und regelkonform umzusetzen. Aerodynamik und Gewicht sind Ansatzpunkte. Damit lässt sich der Driver schneller und weiter machen. Schlägerhersteller Cobra setzt bei seinem neuen Driver für 2025 hingegen auf mehr Anpassungsmöglichkeiten. „Die Marke sticht damit aus den neuen beziehungsweise aktuellen Driver-Modellen heraus“, sagt Fachhändler Jan Götze von Golf Götze in Weiterstadt.

Cobra-Adapter mit 33 Einstellmöglichkeiten

Wie der Name DS-ADAPT schon verrate, habe Cobra einen Adapter entwickelt, der bisher einzigartig sei. 33 Einstellungsmöglichkeiten gebe es. Damit lasse sich der Driver noch exakter auf die Schwungeigenschaften seines Besitzers anpassen. „Aber das Ganze ist kein Hexenwerk“, versichert Götze. Am Schlägerkopf gebe es einen kleinen QR-Code, der ein Link zu allen wichtigen Erklärungen ist. Der Adapter ermöglicht ein gezieltes Gegenwirken gegen wiederkehrende Fehlschlagmuster. „Cobra hat damit vielleicht nicht das Rad neu erfunden, ist mit in puncto Adapter aber nun führend unter allen Schlägerherstellern“, so Fitting-Experte Jan Götze.

TaylorMade (Qi35), Callaway (Elyte), Titleist (GT1) und PING haben zur Saison 2025 ebenfalls neue Drivermodelle herausgebracht. Während TaylorMade weiterhin auf sein fehlerverzeihendes „Twist Face“ und eine „Infinity-Carbon Krone“ setzt, lässt sich der Loft des Qi35 am Hosel um bis zu vier Grad einstellen.

Neue Driver: Der Cobra DS-ADAPT
Ein QR-Code, 33 Einstellmöglichkeiten: Der neue Driver Cobra DS-ADAPT. Foto: Arne Bensiek

Callaway wirbt mit seinem „Thermoforged Carbon“, das einen höheren Abflugwinkel bei vergleichsweise niedrigem Spin erzeuge. Die „Ai 10x Face“-Schlagfläche des Elyte-Drivers wurde laut Hersteller auf Basis von unzähligen Schwungdaten konstruiert und soll dadurch noch fehlerverzeihender sein. „Mehr als der Callaway-Driver überzeugt mich das Fairwayholz der Elyte-Serie, das über eine neuartige Step-Sohle verfügt“, berichtet Jan Götze. Eine Art Bounce, der beim Schlag vom Fairway mehr Bodenkontakt erlaubt.

PING hat Gewicht reduziert für mehr Weite

Für seinen neuen G440 hat PING das Gewicht des Schlägerkopfes um 15 Gramm reduziert. Der Hintergrund sei der Wunsch nach mehr Weite, sagt Fachhändler Götze: „PING hat lange Zeit jeden Test, in dem es um Fehlerverzeihung geht, gewonnen, war aber stets ein bis zwei Meter kürzer als die Konkurrenz.“ Die Reduzierung des Gewichts – konkret in der Befestigungshülse – ermögliche nun eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit.

Titleist hat zuletzt mit seinem GT1 ein neues Driver-Modell für Spielerinnen und Spieler mit vergleichsweise niedriger Schlägerkopfgeschwindigkeit präsentiert. Die Zugpferde des Herstellers bleiben allerdings der fehlerverzeihende GT2 und der GT3 für wenig Spin und den besseren Spieler. Der Schlägerkopf des GT1 wiegt acht Gramm weniger als die anderen Driver der Serie und produziert bewusst einen höheren Ballflug. „Auch wenn man längst nicht mehr ein einstelliges Handicap haben muss, um ein Titleist-Fitting zu bekommen, bleibt der Fokus der Marke auf den guten Golfern“, sagt Jan Götze. Die Volltitan-Schlagfläche produziere eine eher harte Rückmeldung und einen helleren Klang. Die Titleist-Schläger seien für möglichst viel „Workability“ konstruiert, also die Möglichkeit, gezielt Kurven zu spielen.

Hersteller XXIO setzt mit seiner Prime Royal Edition Driver auch 2025 die Tradition fort, erstklassige, leichte und geschwindigkeitsfördernde Designs für Spieler mit moderater Schwunggeschwindigkeit zu entwickeln. Der extrem hochwertige Driver-Schaft wiegt gerade einmal 35 Gramm. „Im Golf gilt: Je leichter, desto teurer, schließlich soll sich ein Schaft, der sich wie eine Peitsche biegt, möglichst nicht in sich selbst verdrehen“, so Jan Götze. So liegt das XXIO-Modell preislich deutlich über den Drivern der gängigen Konkurrenz.

Neue Driver 2025: Preisspanne von 599 bis 699 Euro

Die Preisspanne der großen Hersteller erstreckt sich in diesem Jahr von 599 bis 699 Euro. Schon das sind stolze Preise für einen einzelnen Schläger. „Die Preise sind in den vergangenen fünf, sechs Jahren deutlich gestiegen“, ist Götzes Beobachtung. Wem das zu viel Geld sei, der finde möglicherweise bei Mizuno sein Glück. Der ST Max sei das unveränderte Modell aus dem Vorjahr, im Preis allerdings von 549 auf 359 Euro reduziert.

„Ein schlauer Schachzug von Mizuno, die noch immer eher als Eisenmarke gelten, aber einen wirklich guten Driver zu einem unschlagbaren Preis liefern“, so der Materialexperte. Unter all den neuen Driver-Modellen gebe es heute schlichtweg keinen schlechten Driver mehr, beteuert Götze. Insofern werde Mizuno mit dem Schnäppchen ST Max seinen Marktanteil im Bereich Driver in diesem Jahr vermutlich spürbar steigern.

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